Gedichte 1995 - 1998
Werner Reichhold
INHALT
1 Seetreppe
2 Ist es das Weiche
3 Zeit
4 Eule
5 Endlich hat der Bruder
6 Vom Strumpf aus rechts
7 Abstand verringern
8 Vom Lernen
9 Horst Janssen
10 Nein kein Traum
11 Veranlassungen
12 Zunge am Zahn
23 Taubenweich
14 So entlang
15 Tagebuchseite
16 Solch eine Last
17 Weigerung
18 Ein langsames Anhalten
19 Begegnende
20 Beilhieb
21 In zaudernder Mitte
1
Seetreppe
I
Wohin führen deine Wellen, was ist so anziehend am Mond, dass die See ihre Zunge danach reckt?
es scheint eine Angewohnheit des Wassers zu sein vor sich hinzuglucksen. Wir glauben nur eine Frage zu hören; aber enthalten diese Geräusche nicht zugleich eine Antwort?
von Hügeln der Küste aus gesehen erscheint das Meer als ein sanfter Teppich. Davon angeregt haben die Anwohner weissagende Muster geflochten.
im Ansaugen von Licht hast du wohl alle Hände voll zu tun ohne dich mit länger werdenden den Schatten einlassen zu wollen
abends bildet dein Atem am Horizont Mischlicht. Man möchte es mit in den Schlaf nehmen, Irrwege auszuleuchten
II
Wenn Nebel deine Stufen verwischen, rufen Sirenen. In Furcht drosselt der Kapitän die Maschine. Tränen vor dem angestrengten Blick des Wachhabenden verkürzen die Sicht.
Auge in Auge mit einem Wirbelsturm kann man auf dir, weitoffene Fläche, beobachten, dass es ein Gewinn ist, nachzugeben
Steine, die sich an deinen Ufern einen Namen gemacht haben, umspülst du. Wissen sie um ihrem Glanz, angefeuchtet von einer Lippe?
manchmal kniet am Strand ein Mädchen; sehr feine Wellen salzen die Wünsche an ihren Knien.
Mittsommernacht am Fjord: Das Lachen von Liebenden und auf ihren Booten, das Flackern schwankenden Kerzenlichts
Glockenton nah der Boje, nah dem Hafen Heimkehrende
III
Seitenlicht des Nachmittags. Gräser, von einer Brise bewegt, sehen sich an eine weisse Düne gezeichnet
Im Strassenmeer der Stadt rollt eine kleine Taxe mit einem schönen Gast zur roten Ampel und hält an. Dann, stufenweise, Schritte
von unterseeischen Vulkanen erwarten wir Taucher zurück. Unterkühlt treiben ihre glitschigen Körper aus dem Spalt einer Bucht
am Speer bringen sie den ihnen anvertrauten Fisch
Meer, es ist wahr, dass man den Grossen Bären auf dir tanzen sehen kann? Dann wird es heller, regnet und nur so zur Gesellschaft fangen wir an zu weinen
wenn du, ausufernde See, an ein Versprechen gemahnt wirst, kannst du dich abwenden und sagen ich weiss, ich war es, aber ich bin es nicht mehr
IV
noch hat die See in ihrem Verlangen nicht nachgelassen. Mit jeder neuen Flut mehr Münder, mehr Zungen zum Saugen. Der Durst der einen Hälfte nach der andern
Eine durchleuchtete Wasserstufe bricht aus deiner Treppe. Hier bauen sich Fischgräten ihre elastischen Brücken
wovon träumen Matrosen in ihren Hängematten?
Zeit verbummeln eine Hand im Strandhafer mit dem Wind
jetzt würden sie sich gerne auf die Seite wälzen; aber kann man so einschlafen?
von hundert im Traum beschriebenen Papierschiffchen sind alle bis auf eines versunken
Meer, mit wie wenig unserer Asche bitten wir dich, einen Freund heimzunehmen
V
Einer, der mit Wasserfarben malt, fühlt deinen Körper in sich ausgebreitet. Mit dir möchte er in einen Raum leben. Aus deinem Blau flicht er sich ein Freiluft-Atelier, mit Deiner Nässe eilt er zur Frau, in Erwartung
Lautréamont kommt und du entkleidest dich wortreich. Es braucht nur eine Anspielung von Maurice Ravel und zwischen deinen entfernten Tälern lassen sich neue Saiten aufziehen
warum lässt du deine erregendsten Wellen von Japanern in Holz schneiden? Holzwellen, wer moechte nicht in sie eintauchen, in ihnen emporwachsen, entschwinden
es kann sein, dass eine sehr glatte Seeoberfläche sich wehrt; aber hat man je gehört, sie weigere sich, ihr Fluessigsein zu teilen
nein höre ich dich nie sagen; lässt sich daraus ein Schluss ziehen?
Welle und Teilchen zugleich, vielleicht in einer Flaschenpost? Zieht die Nachricht in den Geleisen der See eine Spur? Ist es so, als stünden uns Dauer und Ziel einer Reise zur Wahl?
Meer, ich werfe eine Muschel in deine Schwelle, lobe dich, lass mein Kind an dir spielen. Immer verbeugst du dich mit einem geheimnisvollen Wispern und entschwindest. Falls du einen Wunsch hegst, sag es mir. Mit welcher Lust würde ich mich selbst dir als Geschenk aushändigen.
2
Ist es das Weiche im Scheiden des Abends,
wird,
was Türen hat, in ihm Haus?
Sein Dunkel beherbergt Leder, reifende Birnen, zum
Greifen nah: Aspirin;
aus deren Zerfall vielschichtige
Helle.
Die Stimme der Fragenden verliert in umlaufenden Winden
Richtung.
Die sich von Ohr zu Ohr austauschen, verzichten
auf Abstand.
Flüssiges bildet in Strudeln Säulen. Anziehend
im Vorbeiziehen, vielleicht Bestimmung einer Bleibe?
Wann war Zufall, Veränderung des
Bekannten,
Ablösung des Tropfens? Lange vor Brot,
Zelt und Wagen.
Im Schlaf sich mischende Lichtspiele. Sie fallen in ein
Muster,
fügen ein sich selbst bestimmendes Ereignis
zum Bild.
Zu Gast im Auge des Nachbarn; etwas hält sich nicht
bereit.
Austausch liegt auf dem Sprung, wartet noch
ab.
Meer, mit deinen Fischen hast du uns zum Schwimmen
verführt.
Du schickst eine Regenwolke und sagst:
Besucher.
Kennen wir uns? Du sprichst schlicht vom Schoss,
vom
Samen, der, einmal ausgesondert, in Verlangen beheimatet,
einen neuen Namen freisetzt: den noch nicht auf ihn
Wartenden
schmiegt er sich ins Oval des widerstrebenden
Mundes.
Weiträumig unerlöst Erinnerung. Von den zwei
Badetüchern,
die im Hotel an der Dusche hingen, war
eins geblümt.
3
Zeit
I
Umblättern? fragt das Kind und deutet auf das Monatsende eines Tierkalenders.
Aber es will nicht die Daten lesen. Es möchte nach der Schlange als Symbol fuer September den Oktopus fuer Oktober sehen. Seine fünf Finger bohrt es in die Saugnäpfe und jauchzt
Warum lila? warum im Seetang dieses Lila, angespült am Strand? Abend, die Atmosphäre verwandelt den Mond übergangslos erst in einen Ballon und dann in einen Pilz. Nur noch eine Minute und die Zeit pflanzt ihn in den Horizont
Es sieht ganz so aus, als sei meine Tochter älter geworden. Vielleicht nur um Tage oder Wochen? Aber wie verrechnen sich die tausende von Jahren in ihrem Blut? Wie alt ist dieser Mensch in seiner noch andauernden Wirklichkeit vor dem Schwanz der Vergesslichkeit?
Sieh, mein Gott, ihre Schläfenadern. So blau. Fliessen hier Euphrat und Tigris zusammen, empfängt ihr Hirn im Fluss der Nachrichten die einzigartige, nur fuer sie bestimmte?
Ich zwinkere, und was die Augen währenddessen nicht sehen, das versuchen die Ohren zu hoeren. Ein ja oder nein auf fremden Lippen vielleicht zu spät erst wahrgenommen? Was wäre imstande das Erleben eines vollen Tages auszudehnen über Jahre?
Dieser mein Monat möchte sich selber besser kennen lernen: lehnt er sich an Licht, wird es bald dunkler; lauscht er ins Dunkel, sind in schwimmenden Schatten schon die Vorboten des gefürchteten Hellerwerdens
Eine Kette aus Zahlen bestimmt sich selbst: vierundzwanzig Glieder. Meint sie Stunden, beweglich in allen ihren Zwischenräumen?
Nichts gegen eine Minute, sagt sie. Nein, nichts gegen ihr Kommen; aber wie zügle ich meine Trauer, sie vergehen zu sehen oder dieses Leid in der Genugtuung, ihr nachzusehen?
Dass die Zeit immer auch Abstand bedeuten kann, daran mahnt der Sekundenzeiger. Ich hielt schon mal einen Finger vor seine Umdrehungsrichtung; aber er zog daran vorbei
II
Wetter im Sturm ohne Farbe - wie weit voraus sieht das Auge im Blau der Seemannsbraut? Wer aus der Windrichtung könnte vertraulich nach der Ankunft des Schiffs befragt werden?
Es war später Abend als er sie das erste Mal sah. Der Schatten eines Pylonen der Brücke scheitelte ihr blondes Haar dunkel in der Mitte. Auf den Schultern trug sie das restliche Licht, abgleitend zu ihren Armen, zu den Händen
Nicht Tag, nicht Nacht und etwas zwischen beiden um ein Haus am See, das sie bewohnen könnten
Sie zeigt auf einen Stein. Beide warten und beobachten, wer ihn aufheben wird mit seinem Gewicht, seinem Alter und einem messerscharfen Schnabel. Flint am Pfeil der Waffe
Stein-Schmuck, dem Ufer entnommen, einer Brust anvertraut? Nach einem Jahr zu schwer? Sie trägt noch die Kette
Herber Stein-Geschmack : im offnen Mund
mit
geschlossenen Lippen.
Die Oberflächen lernen einander schnell kennen, dehnen sich auffallend. Diebstahl aus Lust am Durst?
In Masken Obertöne wie aus einer Hundepfeife. Dann, unerwartet aus dem Feld, die Antwort der Grillen als habe eine Brise hundert buddhistische Meditationsglöckchen in Schwingung versetzt
Zwischen zwei gewölbten Ebenen die Warnung vor einer sich teilenden Eizelle. Hilfsmittel, scherzen sie und stöbern in Nachschlagewerken, möchten vom Unbewussten Wissen etwas abspalten, es beschwatzen, beschwören
Vierundzwanzigfach, wie im Alphabet der Stunden, wie in den Stunden des Alphabets.
III
Hier dringt der frühe, von einer Vierzehnjährigen entwickelte Geigenton
durchs Schalloch. Zuvor muss es einen Zeitraum gegeben haben zwischen Ansatz und Ausführung des Bogenstrichs, der eine wichtige Rolle spielte
Dann erreicht ihr Ton das Ohr. Von da an ist ihm die Zeitgebundenheit genommen. In der Erinnerung des Hörenden wird aus zeitlich harmonischer Planung Balance. Beruht darauf möglicherweise unser galaktisches System, wird Zeit eingespeist und in Gravitation verwandelt?
Ein Hund eilt durch eine entfernt gelegene Allee. Während des Springens bellt er. Ich höre sein Bellen, aber als eine Erscheinung weit hinter dem springenden Hund. Ich wusste nichts vom Bellen als gebellt wurde. Lebte ich noch nicht, oder lebe ich vielleicht nicht mehr, wenn das Bellen gehört werden kann?
Ist in einer Illusion Zeit selbständig? Sähe man ihren Träger immer verschwommener, wo bliebe dann die Zeit als ein Selbst?
Einsprung. Die Tänzerin wird vom Bühnenlicht erfasst, und während ihrer wiegenden, schleudernden, zusammenbrechenden, wiederaufsteigenden Gestik bleibt, wie wir sagen, der Audienz der Atem stehen. Scheinbar ist Zeit vergangen im Erlebnis, das fortbesteht
Sind wir jetzt alle Tänzer wie wir zu Sängern werden in der Oper? So etwas wie eine Gefangennahme der Audienz vollzieht sich zwischen den Auftritten der Künstler; aber Betroffensein ist ein zeitlich schwer zu begrenzender Zustand
Das wir uns gespiegelt wiedersehen können, verdanken wir den Theatermachern. Wenn keiner uns mehr kennen mag, hässlich wie wir im Alter werden, dann ist da immer noch der Schausteller der weint, schreit oder stumm bleibt - ein Freund. Seine Uhr scheint stehengeblieben zwischen dem ältesten Ritual, dem Noh-Spiel und Thomas Bernhard
Vom Echo wird gesagt, es werde zurückgeworfen. Hat es dabei die Zeit in sich selbst eingeholt, aufgehoben, oder hat es sie zwischen steinernen Lippen eines Kliffs an den Wind weitergegeben?
Ein Esel ist stehengeblieben. Nicht im Zorn, nicht mit Liebe lässt er sich bewegen. Vielleicht hat er keine Zeit weiterzugehen?
IV
Ist es ein Standpunkt, einmal ermittelt, schwer wieder loszulassen, der unsere Unbeweglichkeit auslöst? Könnten wir, wie im Schlaf, unseres eigenen Fluges ansichtig werden und folgen bevor wir uns verfolgt fuehlen?
Im Zirkus, am Trapez: Zwei, die sich entgegenfliegen und im Handumdrehen wieder verlieren unter so viel Beifall
Von einer Flüssigkeit zur anderen: Wir badeten an der See, stiegen aus den Brandungswellen um plötzlich festzustellen, dass zwei unserer Kinder im Sog der beginnenden Ebbe rausgezogen und beinahe ertrunken waren. Schweissgebadet -
An Bruchstellen von Porzellan ist es auf besondere Weise zum Fürchten weiss und rau; der Finger tastet darüber, spührt die Härte der Trennung
Auf der Múlldeponie sieht Unerwartetes sich wiederbegegnen. November, es beginnt zu regnen. Im Faulschlamm wird sich vieles ähnlicher. Unter einer Oberflaeche mit Blasen lassen sich Zuckungen beobachten, etwas sinkt ein, wenn Gas frei wird
Warum in dunklem Haar Schatten wohnt, sich aber verborgen hält, weiss sie und verfolgt mal mit Misstrauen, mal mit zu viel Vertrauen den Mann am Saum des sie streifenden Lichts. Es herrscht eine Stimmung wie im Quadrat, in dem alle Seiten sich gleichermassen ohne Ernst und ohne Humor zum Schweigen verpflichtet fühlen
Um Unbekanntes aufzubrechen, um aus etwas Abgerundeten mehr Information zu erhalten, greifen wir zum Oval der Laute. In ihr, in ihrem mathematischen Spielraum zwischen unseren offen gehalten Knien gehört ihr anfangs nichts und dann alles Zweckmässige, das ein Klang, streng genug gehandhabt, an Zeitlosem schon einmal vorstellt, bekanntmacht. Werde ich deshalb weniger allein sein?
Mach Licht, sieh nach - keine Sterne? Sie bietet ihre Sommersprossen zum zählen an. Das mag eine Weile andauern, weil ich langsam sein kann, wenn ich sage dies hier sind die Sterne zum greifen
Mitten in den enger werdenden Weg fällt ein wirres Knäuel aus Sprache, löst sich fuer Zwei, die Freunde sind und ohne den Mund aufzutun, nichts sagend, alles fuer einander darstellen.
V
Die Söhne der Sonne lehnen sich gegen die Töchter des Mondes
In zeitaufwendiger Suche nach Blütenstaub stimmen die Bienen ihr Summen auf a. Ausgehend davon entsteht Süsse und mit ihr unsere gespitzte Form der Lippe, sie einzusaugen.
Waehrenddesssen wölben sich die unter der Wärmestrahlung ermüdeten Halme der Felder. Im Augenrund meines Pferdes spiegelt sich schon der erwartete mit Hafer gefüllte Kübel
Jetzt haben wir nur noch den Wind gegen uns. Ich aber kann nicht bleiben wo ich bin, sagt er aufbrausend. Erst spät am Abend legt er sich
Geplante Fluchten, gestapelt bis unter das Scheunendach, Heu an den Fersen. Flucht des Atems, solange man glaubt ihn einzuholen und immer noch während der Verfolgung der Wunsch, den Fluchtweg beschreiben zu koennen
Alles in Tuben vor dem Pinsel, vor den leeren Papierbögen. Alles noch im Kopf, in den Fingern. Dann formiert es sich, lebt sich aus bis hin zum Bild, bis zur Unkenntlichkeit jeglichen Rückschlusses auf sein Rohmaterial
Die Wasser aller Fontänen in Versaille eingefangen ergaeben immer noch nicht genug Flüssiges, um das Schwebende ihres Körpers aquarelliert auf alle Wände des Schlosses zu übertragen. Wir passieren im Musiksaal ihre ruhende Achillesferse. Kein Strumpf verdeckt die Poren
Stimmen auf ihrer Reise: Täler werden von Echos überrascht, Feuer angefacht, eine Weisung verweigert, um ein Glas Wasser gebeten
Material wird fast nur gestreift, überweht, unterspühlt. Man hört den gekrümmten Nagel verrosten. Ein rötlicher Hauch im Sand des Stundenglases?
4
Eule
mit dem Dunkel zur Beute
lautarme
Schwingen
flach geschlagen
ihr Netzball,
beinahe
nicht
dann doch
an meiner Seite
Satzgewinn:
einverstanden,
sagen wir
morgen
radeln
um den See?
Nachtsüber ist ihr Ohrgehänge
das kleinste
cellular.
Anruf aus weissen Zähnen
Licht
der Milchstrasse.
5
Endlich hat der Bruder
.......bei der
jüngeren Schwester
.......den Wirbel im Haar
gefunden.
.......Sein Mittelfinger tastet am
Photo
.......nach dem Schildpatt-Kamm.
.......Das hinter Gittern
.......bis in die Nacht
hinein
.......wachsame Wachs der Kerze
.......bettet
seinen Docht
.......bis zum Erliegen.
Aviva im Lagerfoto die Siebte
von links ohne
Mütze
mit Nummer
im dunklen
Wind-und-Wogenschlag
......unter dem Scheitel schwer erkennbar;
........................................ kein
Rosenbeet
..............................gasförmig
verweht
.................keine Anzeichen von Ungeduld.
6
Vom Strumpf aus rechts
am Bett steht ihr
Glas
halb leer weich
wie flüssige
Wolle
rubin-rot
vielleicht Rose, Gruss / Verwandtschaft
aus
Blutübertragungen Christi
[Nachvollzug]
im Altenheim
über dem Leinenkopfkissen
ein
Schild
.......................... Magdalena
(ihr Name
handgeschrieben)
Die Schwester nähert sich
geblümte
Bluse
aus dem Fluss ihrer Zureichungen
die
Schnabeltasse
jetzt nehmen wir unser Süppchen, ja?
Magda wie im Erstaunen
aber nicht mehr fuer die
Speise
..........................offnen Mundes.
7
Abstand verringern
Weisse Küste Muscheln eingeschlossen
die Sandale
sucht am Kalkstein Halt
Blick zur Treppe im Minarett
heisse Zugluft ihr Sog
nach oben
Im Arabischen tief aufgehoben
die Stille vor dem
Ruf
Abend Seewind Salz
in braunen Nackenfalten
Auf der obersten Plattform
entfesselt die
alltägliche Bestürzung
über die Lust. Ein sehr altes Gedächtnis
vom
frühen Stein zum jungen Mund
während des trocknen Kusses
vornübergebeugt
am Sand
die Unebenheiten
die Risse vom Wind um die Lippe.
8
Vom Lernen
I
Jesus empfängt die Botschaft zu reisen.
Sein
Alter: füfzehn Jahre.
Aufbruch offenbar von Gallilea
mit einer Karawane
Richtung Tibet. Geschäfte.
Indische Erleuchtungspraktiken strahlen
in den
Mittleren Osten. MAGNET EINSWERDEN
scheint eine Forderung von Jünglingen,
EINSSEIN
das Ziel. Sprung durchs Nadelöhr?
Einlassen Verfolgen wahrscheinlich
während eines
geschickten Nachgebens.
Zu dieser Zeit ungeteilt
ist Jesus' Ehrfurcht vor
Frauen.
II
Unter dem angenommenen Namen Issa predigt
Er zu
den "Niedrigen" in Indien. ERSTER KONTAKT
schon mit der Ahnung verflochten:
Nimm dies und im
Brechen
geteiltes Brot. Wein, wenn er
in aller Munde
sein wird, mein Blut.
Du sollst oder Du sollst nicht
darüber
bestehen unterschiedliche
Anschauungen. Zum Beispiel
von oben, wenn unten Unruhe
herrscht.
Wer vom zu Verteilenden mehr beansprucht,
darf
betteln. Stehlen, nein;
aber Ihr seid alle meine Kinder
für den Fall,
dass Zahlen Wunder wirken.
Habe heute leider wenig Zeit. Geht mal so hin,
der
Friede lungert gerade herum.
Bitte nicht gewaltsam daran vorbeieilen.
Blut
im Schnee, vielleicht ein Lichtfest?
Der Herr - später mit Verkündigung,
gibt es
den Seinen im Schlaf. Im Erwachen
nähern sich zielbewusste Fernwaffen. Wenn
er
Dir Eine schickt, halte Dich bereit
(fuer die Andere). Viele Busse unangebracht,
Hagel
schlägt eben Löcher ins Dach.
III
Karawane "Dromedar" zuckelt heimwärts;
humda humda, zwischen den Höckern
Himalaya-blind. Haschisch eine Gabe,
zur Weihe Rauch.
Neues gelernt, angepasst?
Jesus ist verwandelt: ZEN
teilt sich jetzt, ZEN
verdeutlicht sich besser
in Parallelen. Wenn die das
in Jerusalem
spitz kriegen,
mein Gott. Der Pilatus, der schielt schon
so
gefährlich. Beeinflusst?
Doch wohl nicht aufs Kreuz legen?
Nachrichtensperre im
Kerker, das gelang
damals - gelingt aber heute nicht mehr. ES
hat
eine neue Sprache. O 1 , Frau Nachbarin,
Herr Nachbar - schon mal die blind verwobenen
lichtgebundenen Maschen am Internet betastet?
10
Horst Janssen
I
Während einer Begegnung 1960
2 beschädigte
Sessel
2 Gläser
wir beide
Locke Brille Mund
vielleicht ein Ohr
zum
Mithören
oder zum anfassen
er hält sie mir so hin
sein
Kaltnadelplatte
mit dem Grat, der die Schwärze
hergibt
im Schatten der Clematis
Andrucke,
nimm mal heute mit
kannst du
kolorieren
Bildhauer
sagt er zu
mir
Bewohnbare Hülle
wisper ich ihm ins
Glas.
Er: Die Vorlage stammt noch
aus der
Warburgstrasse,
kleine Bein-Landschaft
kichert
Grosse Freiheit rechts,
morgens
Hafenbummel, na
ja
II
Vor einer mit Säure gefüllten Wanne
riecht
es ätzend
vertiefen, weisst du
zweiter
Andruck
(der Kalender mahnt)
zum Telefon:
Verkaufen, Brockstedt
ja ich weiss
schon
vergräm nicht Carl Vogel.
(Lässt die Katze durchs Fenster rein,
sie liegt
ihm Modell)
Ach, ruf bitte Rembrandt an
vielleicht spielt
er
mit Hokusai
Strich am Strich
wie an
Nähten
eines Schneidbrenners
Werner mein Durst die Hitze.
III
Bleistift und Block
Janssen 1970 auf Reisen
Sind schwedische Birken
Arme mit
Achselhöhlen
bemoost?
Ist etwas Fliegendes
zugleich eine
Zeichnung
Gefieder vom Horst?
Skizze
auf Zeitungsfetzen
Zur Mitte hin, an Bettinas Ledergürtelschnalle, ein Loch: der Nabel, unser Nabel? Horst Jannssens sehr behutsames
Spiel während der Nacht beim Hellerwerden neue Spiele.
10
Nein, kein Traum
Sie verirrt sich nicht leicht
in der ihr auferlegten
Sprache;
sie beherrscht ihren Flug
mit der Sicherheit von
Zugvögeln.
Auf der Terrasse des Ziels wird eine Kerze
zum
Geburtstag vor Wind geschützt.
Wir wenden Grossvaters Gesicht nach Westen,
späte
Sonne löst aus seinen Falten Geschichten.
Mit welcher Wärme möchte sich
der Abend
dieses Sommers verbinden?
Ohne weitere menschliche Inanspruchnahme
nähert
sich der Flugkörper der schlafenden Stadt.
Aus einem dreiköpfigen Fächer taucht
7 6 5 4
3 2 1 0 die nukleare Nutzlast.
11
Veranlassungen
I
Wind hört sich im verblassenden Licht
über
einem schwarzen Mohnfeld.
II
Schmal ist die Spur des Verlöschens
von nur
angedeutetem Verliebtsein, keine Entrüstung. Keine
Verwünschung.
Zeit ueberlässt sich einer langen
Periode Geduld.
III
Beinahe hätte sie sich schon eingenistet wie im
verdächtigten,
tagelang hingehaltenen Patienten
eines Quarantäne-Hospitals am Hafen.
IV
"Matrosen auf Papier", spricht sie ins Dunkel
der Bühne,
während eine Form von weissem Nichts
ihre Sinne überschwemmt.
Nachts, im Vorgang
vorsichtigen Umsteuerns von Eisbergen
oder nahenden
Gefrierpunkten fühlt sie ihre Wärme gefordert.
V
"Besucher aus verödeten Horizonten",
bemerkt ihr Partner
vor einem gleissenden Bild, das
museumstechnisch auffallend vorteilhaft beleuchtet ist.
Ferner ist hier eine Sammlung von Vorzeichnungen
vertreten.
Sie handeln von Entbehrungen. Üebermalt,
zusammengekauert, im linken Eck des Blattes der geschiedene
Mann der Malerin.
Beim Händler hing das Seestück
lange nah beim Spiegel des blau gekachelten Raumes am Ende
seines knarrenden Korridors.
VI
Olga ist damit befasst, in der Rolle, die sie spielt,
Knie sehen zu lassen.
Bezwingend wie ein warmer Park legt
die Schauspielerin nach der Premiere ihre Antworten zwischen
sich drängelnde Journalisten.
VII
Mit "p53" , einem körpereignen
Eiweisstoff, kann sie abnormes Wachstum unterdrücken. In
Olgas Zellen mutiert, was ihren Wünschen von Natur aus
zu eigen ist. Immer neue Kerne lassen sich darauf ein, von
Genen umgepolt zu werden. Unerwartet, ganz kurz
schleicht
dann eine Röte ueber ihre Wangen, schleppt sich bis zu
den Ohren.
VIII
"Zählen", sagt sie zu sich selbst,
"bevor am Saum meines Hosenkleids
die Stiche und das
Licht sich in unerwarteten Ereignissen verlieren".
Morgen plant sie Wäsche, die sie heute trägt,
zwischen einer Häuserflucht
und Nachbars Augen zum
Trocknen auf die Leine zu klammern.
"
Wäsche", das Wort scheint sich in ihrem Munde zu
falten, gibt der gewählten Farbigkeit etwas
Gleitendes
vom eigenen Blut
alles im Rotwerden
zur Schau
gestellt.
12
Zunge am Zahn
während einer
Vorliebe
fuer Sonnenblumenkerne
jetzt noch bis zur Tür
3, nein 5, schliesslich 7
mal
läuten
Guten Tag beinahe nichts
mit gesenkten
Lidern
ausgesprochen
Tennisbälle
wir bücken uns Juno
Licht im
Netz
können wir es halten
oder nimmt es
uns
Durchblick im Traum
eine Kerze verlöscht
dann Rauch mit sich
allein
in Windungen
12 Uhr am Nachtfenster
aussen Mottenwirbel
sind wir
innen?
13
Taubenweich
weiss der erste Tag
nach leichtem Fieber
neues
Kalenderblatt
Sommer
wenn wir spielen aus dem Saum
warmer
Sand
Stein am Ring
ein langer Blick hindurch
schon ein
Oval
Taubenwunsch
davonfliegender Name
weicher grau.
14
So entlang
entzweit
in
Flüssigkeiten
Angetriebenes
vom Treibenden
gewellt
gleichwohl
gleichwie
es sammelt sich
unter dem Schulterblatt
wie das sich
wegdrückt
Dünensand
flussab
am Stein gespalten
eine Wolke
Vogellicht
Wind wendet das Federkleid
unter
Flügeln
sonderbar
wird es nicht langsam
heller?
15
Tagebuchseite
I
Habe weit entfernt
im Maidunst eine Frau
dem
Mischwald entgegenkommen sehen.
Ein Elf schien vorgegeben; aber es ist Valerie. Sie
windet sich
wie ein Gegenstand in seiner eigenen
Betrachtungsweise mit leiser
Weigerung fuer Tun und
Übelnehmen, anstelle erstarrender Widmung.
Ist so wenig von ihr schon ein Angebot? Auffallend, wie
viel innerer Feind
sich nachmittags aufgibt, scheinbar
gereift, vielleicht weil am Vormittag
schon der
Apotheken-Test ihre Schwangerschaft auswies.
Könnte noch von unten aus gesehen etwas schreiben, zum Beispiel was die Katze weiss in ihrem Zögern vor dem Anlecken kondensierter Milch. Mittagsstunde:
II
Szenenwechsel. Probe mit manipulierbaren Farbwerten aus
digitalen
Tiefseeprojektionen. Rot frisst blau,
beides Kunststoffische.
Gezeiten treten auf, legen eine Seidenspur am Strand, treten entblösst wieder ab. Wo sieht man mehr Gelassenheit in Abhängigkeit von taumelnden Anziehungskräften als bei ihnen?
Menschlich-körperliche Elemente im Widerschein. Ein besonders heller Stern über einer Wüstensiedlung. Hörbar, wie berichtet, Jungfrau während ihrer Geburtswehen. (Esel verdeckt immer wieder die gewünschte Kameraeinstellung).
Staub und Gase. Terrakotten im Gespräch über
sehr hohe Brenntemperaturen. (Beleuchter: bitte Karminrot
im Streiflicht heller ausdifferenzieren ).
Drehbühne ab: Göttin zwischen
Tempelsäulen, kürzlich wiederentdeckt unter neuem
griechischen Flughafen. Geladene Gäste, weisse
Fräcke, Cremeschleier, drinks.
Bis in den Tau des
Morgens hinein vokaler Verkehr.
III
Nenn mich tief verwurzelter Reiseplan.
Sammlung eigenen Logbuch-Materials: Der Winkel von
einschläfernden
20 Grad beim Abheben des
Flugkörpers. Die autonome Positionssuche im Schatten
nachbarlicher Träume, die leise Handberührung beim
Suchen nach den dicht nebeneinander liegenden Gurten. Unsere
im Austausch zögernden, furchtsamen Blicke mit
spürbarer Bestätigung, wie nah man sich kommen
könnte, falls dieser Flug unerwartet endet.
Es dauert lange, bis alles in dieser Umgebung klein wird und unbedeutend gegenüber der Macht, die imstande ist, uns fliegen zu lassen.
Wir fühlen, man habe vielleicht ein neues, im Fluge
befindliches Alphabet zu erlernen. Jeder Buchstabe
erhält sich sein Versteck in einer ihm allein vertrauten
Wolke, und nur eine zufällige Turbulenz mache es
vielleicht möglich, Zeilen in lesbare Reihenfolgen zu
schütteln.
Bis es ein Buch werden kann, ist schon die Landung angesagt. Diesmal ein beiderseitiges Zaudern, die Gurte besser nicht gleichzeitig zu schliessen.
Nach Berührung der rauen Piste Gegenschub aus angeschwärzter Düse.
16
Solch eine Last
I
An tragenden Flächen. Denkbar, dass die seitliche Augenbewegung eines Mitfliegenden die zitternden Aluminiumbleche streift oder eine Wolke wahrnimmt.
Ich beobachte das Profil eines Menschen im Sessel neben
mir. Fühle mich abgelenkt, blicke auf seine Hände,
die zeichnen. Zusammen mit dem Bleistift bilden sie aus Rumpf
und Tragflächen eine Lasten tragende Kreuzform.
Wir landen, rollen aus.
II
Ort und Navigation in einem Plan
Nicht besonders
schonend im Umgang
mit Verwundungen
vom Zeichnenden
sich schnell abwendend
verliert sich die Linie
streift
Ränder von Kampfanzügen
sucht Parallelen zu
Wozzecks Freundin
sieht über Grenzen zum
Ratten-Revier.
III
Mit Katzenschreien nächtlicher Begegnung
in der
Gespanntheit eines Schachspielenden
aus Suchwerkzeugen
eines Speicherprogramms
Messern des
Gesetzentfremdeten
Orientierungssinnen von Bakterien
wie im Besitz einer einstweiligen Verfuegung, wendet sich immer dieselbe Bedrohung gegen den, der sich scheut diese Drohung als Aktivierung seiner Verteidigungsbereitschaft vorauszusehen.
IV
Ein unterhaltsamer
finger-gefalteter
Papierdrachen
gleitet vom Badezimmerfenster hinaus
mit
kleinem Schwupps auf den Balkon der Nachbarin
Angesichts dessen und weil es
im Davonfliegen schon
das ist
was es werden wollte
sehen es die Anlieger wohl
fliegen
aber sehen es nicht
als etwas, das bald in
Vergessenheit gerät.
17
Weigerung / sich zu beweisen / in geliehener Gestalt
sie unterscheidet Gold im Flussbett / Gold am Armreif
aufgenötigt / Halbschatten / in der Dämmerung Gewaschenes
Nacht fuer Nacht Geräusche
Irrfahrten gleich Zweier / wenn daselbe Boot sie aufnimmt
niemand grau? / Pause um ein Wachslicht
deine Unterschrift, sagt sie / von Welle zu Welle / Oktopus-Tusche
Weichprofil / geprägt in Silbermünzen / handlich eingeschleust
der Stifter / seine Teilnahme an einer Wucherung
Eintagsfliege / ihre Stunden an der Scheibe / Transparenz
II
Salbe auf verbrannter Hand / darunter rot / vom Herd
von sich verbinden / nicht von Unterwerfung
in langem Schlummer / vor dem Schlaf / entspannt
Zweiunddreissigstel / Ton der Grille / scheinbar vieler Ausgangspunkte
Vibration / arabische Zahl und erzählen mit Alphabet verbunden
Rolltreppe / jeder Schritt zu seiner Faltung / und inzwischen
Verletzlichkeit, sagt er / im Ausblick, Andrang auf eine im Weg Stehende
übermalt / Flecke wie von Francis Bacon / das
Darunterliegende
in Frage gestellt, ob sich entlarven lohne
III
Süden zweier Schneisen / eine zieht durch Kraushaar
umgestülpte Lippe / Widmung aus dem Hauch der
Maske
eine Veranlagung / ihr Auftritt im Ausschnitt einer Bühne / Vorhang
nachdenkliche Geste / welche Form füllt sich im Mund
im Umgang mit sich selbst gedunkelt / die tätowierte Zeichnung
fuer Hemd und Halter nicht mehr Sorge tragen / auf dem
Hocker
selbstgebaute Nacht / um zwei Zeugen / begleitender Saturn-Mond
Titan entliehen / seine weisse Haut / in Vorlieben
gewunden / steht dabei von vornherein fest
eine Spirale / im schleifenden Schneckenkörper / eingewachsen
zögernd / Jagdgebiet noch nicht erkannt.
18
Ein langsames Anhalten
der Stillgewohnheiten
nimmt sich Zeit
Alleinsein
vorzubereiten
Saugen und Fliessenlassen
scheinen Wanderschft zu begehren.
Vielleicht in einer
unverbindlichen
Wiederbegegnung
vergleichbarer
Handlungen erweist sich ein Haltung
als
repräsentativ fuer Affen.
19
Begegnende
bitten um Wärme
an der
Teetasse
ein weisses Stück Zucker
gleitet aus ihren
Fingern
getrennt vom Rot
am Nagelbett
dazugehöriger Vorhaben
herbeigewunken
greifbar
Hälfte des
Morgens
sie sagt
meine Stirn
Sorge um Ungewisses
Ulrike fürchtet das
nicht
sie beginnt Schafwollfäden
über beide
Daumen
diagonal abzuwickeln
mit noch mehr Geduld
wie auf älteren Kissen
wo
verwaschene Grasmuster
unter Schlafenden im Haar
sich
wiedererkennen.
20
Beilhieb
der geteilte Klotz
springt ins
Rosenbeet.
Duft und Dämmerung
lassen sich vom Blatt
lesen.
Auf ihrem Flügel stehen Noten,
als Hinweis auf
Vogelstimmen.
Punktierte Viertel ruhen
wie verwehtes
Gras in Pausen.
Mithörende aus weiter
Ferne
versammeln sich hier wie Tote
im Leben eines
Liederabends.
21
In zaudernder Mitte
längeren Zuspruch
mitangehört
Eine Tagung
berichtet
vom Prahlen im
Traum
vom Einschleusen weicherer Matten
unter
gelenkigen Kindern
Beteiligung beim Herantasten gesucht
an den
Rändern lassen sich leicht
Federungsversuche
anstellen
bergauf laufen
noch nicht bergab
tanzen
verzögert.
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Reichhold 1999.
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